Für Schulträger: mehrere Schulen, ein Netzwerk

Die meisten Schulplattformen kennen genau eine Schule. Für einen Träger, der zehn oder fünfzig davon verantwortet, heißt das: zehn oder fünfzig getrennte Systeme, getrennte Verträge, getrennte Auswertungen – und keine Möglichkeit, dass eine Schule der anderen aushilft. SchuleVernetzt ist von der anderen Seite her gebaut. Der Verbund ist keine nachträgliche Klammer, sondern die Annahme im Datenmodell: Ein Vertretungs-Pool kann über Schulgrenzen greifen, ein Kurs kann Lernende aus mehreren Schulen führen, und der Träger sieht, was in seinem Bereich läuft, ohne jede Schule einzeln zu fragen.

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Vorteile

Was ein Träger davon hat

Vertretung über Schulgrenzen

Fällt an einer Schule Unterricht aus und ist dort niemand frei, kann eine Nachbarschule im Verbund die Stunde übernehmen. Ob das erlaubt ist, entscheidet der Träger – die Technik steht.

Kleine Fächer gemeinsam

Ein Kurs, der sich an einer einzelnen Schule nie füllt, füllt sich über drei. Gemeinsame Kurse und geteiltes Material sind Teil desselben Verbunds.

Eine Übersicht statt Rückfragen

Fehlzeiten, Auslastung und Ausfälle über alle Schulen des Trägers – ohne dass jemand Zahlen per Mail einsammelt und in einer Tabelle zusammenführt.

Ein Vertrag, ein Datenschutzpaket

Ein Auftragsverarbeitungsvertrag für den Verbund statt einer je Schule. Server in Deutschland, Rollen bis auf die einzelne Lehrkraft, Löschfristen je Bundesland einstellbar.

So läuft es ab

So entsteht ein Schulverbund

Vier Schritte, und der erste ist der kleinste – zwei Schulen genügen, um zu sehen, ob der Pool im Alltag trägt.

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    Zwei Schulen verbinden

    Zwei Schulen, die sich ohnehin aushelfen, bilden den ersten Verbund. Beide behalten ihr eigenes Klassenbuch, ihre eigenen Klassen und ihre eigene Elternkommunikation.

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    Regeln festlegen

    Der Träger bestimmt, welche Stunden überhaupt in den Pool dürfen, wer sie annehmen darf und wie weit der Weg zwischen den Standorten sein darf.

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    Aushilfe im Alltag

    Eine offene Stunde erscheint im Pool, eine Lehrkraft der Nachbarschule übernimmt sie, und beide Schulen sehen dasselbe im Plan. Die Abrechnung dahinter regelt der Träger.

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    Verbund erweitern

    Weitere Schulen treten bei, ohne dass die bestehenden umgestellt werden. Gemeinsame Kurse und geteiltes Material kommen dazu, sobald mehr als zwei Häuser dabei sind.

Im Vergleich

Verbund oder Einzelschulen nebeneinander

SchuleVernetzt im Verbund
VertretungPool über alle beteiligten Schulen
KurseSchulübergreifend planbar
ÜberblickEine Sicht auf alle Standorte
VerträgeEin Vertrag und ein AVV für den Verbund
Einzelsysteme je Schule
VertretungEndet am eigenen Kollegium
KurseNur innerhalb einer Schule
ÜberblickJe Schule eine Auswertung, manuell zusammengeführt
VerträgeJe Schule ein eigener Vertrag
Im Detail

Was der Verbund praktisch löst

Das Vertretungsproblem endet nicht am Schultor

Der Unterrichtsausfall, den ein Träger in seiner Statistik sieht, entsteht selten daran, dass niemand im ganzen Bereich Zeit hätte. Er entsteht daran, dass die Suche an der Schulgrenze aufhört. Eine Schule sucht in ihrem eigenen Kollegium, findet niemanden und meldet Ausfall – während zwei Kilometer weiter eine Lehrkraft desselben Fachs eine Freistunde hat, von der niemand weiß. Genau diese Information fehlt heute, und keine Plattform, die nur eine Schule kennt, kann sie liefern. Ein gemeinsamer Pool macht sie sichtbar. Ob daraus tatsächlich eine Vertretung wird, ist danach eine dienstrechtliche und organisatorische Frage – aber sie lässt sich überhaupt erst stellen, wenn die Information existiert.

Kleine Fächer und die Frage der Mindestgröße

Jeder Träger kennt Kurse, die an einer einzelnen Schule an der Teilnehmerzahl scheitern: eine dritte Fremdsprache, ein Wahlpflichtfach, ein Leistungskurs in einem Nebenfach. An drei Schulen zusammen wäre die Gruppe groß genug, aber es gibt keinen Weg, sie zu bilden – die Systeme kennen einander nicht, die Anmeldung läuft je Schule, und niemand sieht die Summe. SchuleVernetzt führt Kurse, die Lernende aus mehreren Schulen enthalten dürfen, und zeigt dem Träger, wo eine gemeinsame Gruppe rechnerisch zustande käme. Ob sie organisatorisch zustande kommt, hängt an Stundenplänen und Wegen, nicht an der Software – aber auch hier gilt: erst wenn die Zahl sichtbar ist, wird sie zur Entscheidung.

Was der Träger sieht und was nicht

Eine Trägersicht, die alles zeigt, wäre einfach zu bauen und datenschutzrechtlich falsch. Die pädagogische Verantwortung für einzelne Lernende liegt bei der Schule, und dort bleibt auch der Zugriff auf Klassenbuch, Noten und Elternkommunikation. Was der Träger sieht, sind Kennzahlen über Schulen hinweg: wie viele Stunden ausgefallen sind, wie viele über den Pool aufgefangen wurden, wie die Auslastung zwischen den Standorten steht. Das reicht für Steuerung und Haushaltsplanung und braucht keinen einzigen Schülernamen. Das Rollenkonzept trennt beide Ebenen technisch, nicht nur organisatorisch – ein Trägerkonto kann die Detailebene nicht öffnen, auch nicht versehentlich.

Der Verbund entsteht nicht auf einmal

Kein Träger stellt fünfzig Schulen an einem Stichtag um, und das ist auch nicht nötig. Der Verbund funktioniert ab der zweiten Schule: Zwei Nachbarschulen, die sich ohnehin aushelfen, sind der belastbarste erste Schritt. Weitere Schulen treten später bei, ohne dass die ersten etwas ändern. Eine Schule kann einem bestehenden Verbund auch beitreten, ohne dass ihr Träger selbst einen betreibt.

FAQ

Häufige Fragen von Schulträgern

Der Träger, nicht die Software. Dienstrechtlich und tariflich ist das eine Frage, die je nach Land und Anstellungsverhältnis unterschiedlich beantwortet wird. SchuleVernetzt bildet ab, was ihr freigebt: Ihr legt fest, welche Schulen einen Pool teilen und welche Stunden überhaupt angeboten werden dürfen.

Nein, nicht standardmäßig. Die Trägersicht arbeitet mit Kennzahlen über Schulen hinweg – Auslastung, Ausfallquoten, offene Stunden. Der Zugriff auf einzelne Schülerdaten bleibt bei der Schule, weil dort die pädagogische Verantwortung liegt. Das Rollenkonzept trennt beides.

Sie nimmt ihre Daten mit und arbeitet allein weiter. Der Verbund ist eine Verbindung zwischen Schulen, kein gemeinsamer Datentopf, aus dem sich nichts mehr herauslösen ließe. Ein vollständiger Export gehört dazu.

Nein. Jede Schule arbeitet mit dem, was sie braucht; verbunden sind die Bereiche, die der Verbund betrifft – Vertretung, gemeinsame Kurse, geteiltes Material. Eine Schule, die ihr Klassenbuch noch anders führt, kann trotzdem am Pool teilnehmen.

Über einen Auftragsverarbeitungsvertrag für den Verbund, Server in Deutschland und ein Rollenkonzept, das auch zwischen den Schulen trennt: Eine Nachbarschule sieht die offene Stunde, nicht das Klassenbuch. Löschfristen stellt jede Schule für ihr Bundesland ein.

Der Verbund ist der dritte Tarif und richtet sich an den Träger, der das Netz betreibt. Eine einzelne Schule kann einem bestehenden Verbund auch beitreten, ohne selbst Träger zu sein. Wie das Preismodell aufgebaut ist, steht auf der Preisseite; die Beträge nennen wir zum Start.
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